Das archäologische Gebiet Himera und das Antiquarium

Himera, die größte Nekropole Europas

Nekropole von Himera (Palermo) entdeckt: Etwa 12.000 Gräber aus vorrömischer Zeit mit Skeletten von Soldaten und Zivilbürgern, dazu Häuser und Tempel aus dem 6. und 5. Jh. v. Chr. Einige der Fundstücke wurden bereits in das nahe gelegene Museum Antiquarium verbracht, und am Ort soll ein Archäologiepark eingerichtet werden. Im Antiquarium Museum ist auch die Phiale Aurea von Caltavuturo ausgestellt, nachdem sie mehrere Jahrzehnte im Ausland gelebt hat. Ihre Form – phiala emesomhalos auf griechisch, besser bekannt unter der lateinischen Bezeichnung patera umbilicata – lässt darauf schließen, dass es sich wohl um ein Objekt aus kultischem Umfeld handelt, etwa um einen Kelch für die Votivgaben; in diesem Falle könnte die Phiale Teil eines Tempelschatzes sein. Sie ist gekennzeichnet durch einen in der Mitte befindlichen omphalos (Nabel) und durch eingedrückte oder eingeritzte Motive, die die gesamte Oberfläche bedecken und sich auf vier konzentrisch angeordnete Reihen verteilen: Eicheln, Bienen und Bucheckern, verbunden durch elegante Linien, Knoten und Perlen. Ein ebenso geschmackvolles Pflanzenmotiv aus Weintrauben, Blättern und Ranken bedeckt die Innenfläche, Der äußere Rand trägt die griechische Inschrift, die einer Interpretation zufolge den Namen des Spenders Damarcos, Sohn des Achyrios, sowie die Angabe des Goldgewichts des Kelches beinhaltet. Die Phiale ist auf die zweite Hälfte des 6. bzw. die erste Hälfte des 5. Jh. datierbar.


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